Samstag, 17. März 2018

Rezension: "Eine wie Alaska" von John Green

Titel: Eine wie Alaska
Autor: John Green
Verlag: dtv
Seitenzahl: 304
Genre: Jugendbuch

Inhalt

Der sechszehnjährige Miles verlässt Florida um aufs Internat in Alabama zu gehen, denn er ist auf der Suche nach "dem großen Vielleicht". Dort trifft er auf Alaska, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Sie ist unberechenbar, wunderschön und unendlich faszinierend. Als dann etwas Furchtbares passiert, ist nichts mehr wie es war und Miles macht sich mit seinen neu gewonnenen Freunden auf die Suche nach Antworten. 

Meine Meinung

Leider war das Buch nicht so ganz mein Fall. Vor allem in der ersten Hälfte konnte es mich nicht richtig fesseln. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin und das Internatsleben von Miles und seinen Freunden erschien mir nicht so richtig interessant. 

Nachdem dann aber der große Wendepunkt kam, gefiel mir das Buch deutlich besser. Die ernste Thematik und wie Miles und seine Freunde damit umgegangen sind, hat mich sehr berührt. Wer glaubt, es handelt sich hierbei um ein seichtes Jugendbuch, der irrt sich gewaltig, denn es ist soviel mehr. Um nicht zuviel zu verraten, sei nur gesagt, dass das Thema Verlust eine große Rolle spielt. 

Die gewohnte Tiefe, die in allen John Green Büchern zu finden ist, fand ich auch hier wieder toll. Ich habe mir viele Textstellen markiert, die soviel aussagen und in denen der Autor wunderschöne Worte gefunden hat. 

Die Charaktere sind meiner Meinung nach ganz gut gelungen. Es gab keinen, den ich nicht mochte und ich konnte auch das Anziehende an Alaska nachempfinden. 

Trotzdem muss ich sagen, dass mich die Geschichte insgesamt nicht umgehauen hat. Dafür war mir die erste Hälfte einfach zu zäh und zu uninteressant und ich habe mehrfach überlegt, ob ich überhaupt weiterlese. Da das Ende sehr gelungen ist, hat es sich aber letztendlich doch gelohnt dranzubleiben. 

Lieblingszitate

"Buddha sagte, der Wunsch sei der Grund allen Leidens [...] und das Ende des Wünschens bedeutete auch das Ende des Leidens. Wenn du aufhörst zu wünschen, dass die Dinge ewig währen, hörst du auf zu leiden, wenn sie vergehen."

"Wir waren so viele, die wir mit den Dingen, die wir an jenem Tag getan hatten oder nicht getan hatten, leben mussten. Dinge, die schiefgegangen waren, Dinge, die zu jenem Zeitpunkt okay zu sein schienen, weil wir nicht in die Zukunft sehen konnten. Könnten wir doch nur die endlose Kette der Folgen erkennen, die von unseren kleinsten Taten herrührt. Aber wir können nicht wissen, was passiert, und wenn wir es wissen, ist es zu spät."

"Wir können die schlimmsten Dinge überstehen, denn wir sind unzerstörbar, wenn wir daran glauben."

Bewertung

Ich bewerte das Buch mit 3 von 5 Sternen, da es mich vor allem zu Beginn nicht mitreißen konnte und es sich etwas gezogen hat, mich aber dennoch der tiefgehende Schreibstil sehr beeindruckt hat. 


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