Sonntag, 31. Dezember 2017

Rezension [Hörbuch]: "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón

Titel: Der Schatten des Windes
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Sprecher: Uve Teschner
Verlag: Argon
Gesamtspielzeit: 16 Stunden, 15 Minuten
Genre: Gegenwartsliteratur

Inhalt

An einem dunstigen Sommermorgen im Jahr 1945 wird der junge Daniel Sempere von seinem Vater an einen geheimnisvollen Ort in Barcelona geführt: den Friedhof der vergessenen Bücher, an dem Bücher gelagert werden, an die sich keiner mehr erinnert. Dort darf Daniel sich ein Buch aussuchen, es adoptieren und er muss künftig dafür sorgen, dass es niemals verschwindet und immer weiterlebt. Er entscheidet sich für "Der Schatten des Windes" von Julián Carax. Sofort liest er das Buch und ist so fasziniert von der Geschichte, dass er unbedingt noch weitere Bücher des Autors lesen möchte. Doch er muss feststellen, dass es keine mehr gibt. Sein Exemplar ist das einzige noch verbliebene Buch des Autors. Daniel will herausfinden, warum das so ist und macht sich auf die Suche nach Informationen zu Julián Carax und seinem Leben. Schon bald wird seine Suche zu einem gefährlichen Abenteuer, denn ein unheimlicher Mann mit narbiger Ledermaske ist hinter seinem Buch her und scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, alle Bücher des Autors restlos zu vernichten. 

Meine Meinung

Dieses Hörbuch ist definitiv ein Jahreshighlight für mich. Die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre hat mich von Anfang an gefangen genommen. Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss und immer wieder gab es überraschende Wendungen, die ich nicht erwartet habe. 

Die Vergangenheit von Julián Carax ist wahnsinnig berührend und tragisch und auch Daniels Leben gerät mehr und mehr aus den Fugen, je weiter die Geschichte voranschreitet. Die Charaktere in dem Buch sind meiner Meinung nach alle sehr gut gelungen. Es gibt die "Guten", wie Daniel, sein Vater und auch Fermín Romero de Torres, der in der Buchhandlung von Daniels Vater beschäftigt ist, und die "Bösen", zu denen auf jeden Fall Fumero, ein brutaler Polizeiinspektor, gehört. Vor allem Fermín habe ich im Laufe des Romans immer mehr lieb gewonnen, da man spürt, dass er das Herz am rechten Fleck hat. 

Die Sprache in dem Buch ist wunderschön und man merkt, wie toll der Autor mit Worten umgehen kann. Da ich, nachdem ich nun das Hörbuch gehört habe und so begeistert war, einige Stellen gerne noch einmal nachlesen möchte, weil sie so schön geschrieben waren, habe ich mir direkt noch das gedruckte Buch nachgekauft. 

Den Hörbuchsprecher Uve Teschner möchte ich an dieser Stelle auch noch sehr positiv hervorheben, denn er liest das Buch wirklich großartig vor und gibt jedem der Charaktere seine eigene Stimme. Ich würde sogar sagen, dass er der beste Hörbuchsprecher ist, den ich bisher gehört habe. 

Alles in allem also ein wundervolles Hörbuch, das allerdings sehr komplex ist, sodass man schon etwas konzentrierter bei der Sache sein muss. 

Bewertung

Da ich das Hörbuch wirklich toll, atmosphärisch dicht, spannend, geheimnisvoll und wunderbar vorgelesen fand, bewerte ich es mit vollen 5 von 5 Sternen!








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