Freitag, 6. Oktober 2017

Rezension: "Morgen kommt ein neuer Himmel" von Lori Nelson Spielman

Titel: Morgen kommt ein neuer Himmel
Autorin: Lori Nelson Spielman
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Seitenzahl: 400
Genre: Gegenwartsliteratur/ Liebesroman

Inhalt (Klappentext)

Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.
Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung dafür gemacht, dass Brett ihr Erbe erhält. 
Aber Brett ist nicht mehr das Mädchen von damals! Ein Pferd kaufen? Die große Liebe finden? Ein Baby bekommen? Was hat ihre Mutter sich bloß dabei gedacht?
Um Brett zu unterstützen, hat ihre Mutter ihr mehrere Briefe hinterlassen. Briefe mit so viel Liebe, Weisheit und Wärme, wie sie nur eine Mutter geben kann. Briefe, die Brett dazu aufrufen, etwas zu riskieren, ihre Träume nicht aufzugeben und ihr Leben in die Hand zu nehmen - kann Elizabeth ihrer Tochter dabei helfen, sich selbst wiederzufinden?

Meine Meinung

Der gefühlvolle, leicht dahinfließende Schreibstil macht das Buch zu einem angenehmen und schönen Leseerlebnis, bei dem die Seiten nur so dahin fliegen.

Allerdings hat mich die Geschichte an sich nicht wirklich überzeugt. Sie ist extrem vorhersehbar und es kommen einfach so viele Zufälle zusammen, dass sie doch insgesamt recht unrealistisch ist. Einige Punkte der Liste, beispielsweise "ein Baby bekommen" oder "den Mann fürs Leben finden" sind eher schwer, wenn nicht fast unmöglich innerhalb eines Jahres erfüllbar. Nun ja... man lasse sich überraschen, was bei Brett in dem entscheidenden Jahr passiert. Auch wie die Briefe der Mutter immer genau zu der aktuellen Lebenssituation von Brett passten, war doch etwas weit her geholt.

Brett hatte ich nicht besonders gern, aber ich kann auch nicht sagen, dass ich sie nicht mochte. Sie kam mir ein bisschen verwöhnt vor und oft konnte ich ihre Handlungsweisen nicht nachvollziehen, andererseits entwickelt sie sich zu einem wirklich großherzigen Menschen. Die Nebencharaktere gefielen mir deutlich besser, besonders Brad, den Anwalt von Bretts Mutter und somit den Testamentsvollstrecker,  mochte ich sehr.

Insgesamt habe ich das Buch wirklich gern gelesen, auch wenn ich manchmal etwas mit den Augen gerollt habe, wenn sich gerade wieder etwas so gefügt hat, wie erwartet. Der Schreibstil der Autorin hat mich aber auf jeden Fall überzeugt, sodass ich sicher noch weitere Bücher von ihr lesen werde. 

Lieblingszitat

"Meine Gedanken gehen zum kleinen Trevor, zu den roten Flecken auf seinem Engelsgesicht, wenn er lacht. Meine Mutter erzählte mir einmal, als Kind sei ich genauso gewesen. Ich frage mich, wo sowas bleibt, diese Art von Seligkeit? Vielleicht dort, wo auch das kindliche Selbstvertrauen bleibt."

Bewertung

Die sich immer wieder passend fügenden "Zufälle" waren mir leider etwas zu unrealistisch, sodass ich das Buch mit 3 von 5 Sternen bewerte, auch wenn ich es, vor allem aufgrund des leichten und empfindsamen Schreibstils wirklich gerne gelesen habe.

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