Mittwoch, 11. Oktober 2017

Rezension [Hörbuch]: "Selfies" von Jussi Adler-Olsen

Titel: Selfies
Autor: Jussi Adler-Olsen
Sprecher: Wolfram Koch
Verlag: Der Audio Verlag
Genre: Krimi/ Thriller
Gesamtspielzeit: 17h, 16 Minuten
Ungekürzte Lesung

Inhalt

Der siebte Fall für das Sonderdezernat Q der Kopenhagener Kriminalpolizei: Vor vier Wochen wurde Rigmor Zimmermann, eine wohlhabende Frau Mitte sechzig, in einem Park in Kopenhagen umgebracht und ausgeraubt. Der Fall ähnelt einem etliche Jahre zurückliegenden, bei dem eine junge Aushilfslehrerin das Opfer war, denn auch sie wurde mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen. 
Außerdem treibt ein durchgedrehter Autofahrer in der Stadt sein Unwesen, auf der tödlichen Jagd nach Frauen. Stehen diese ganzen Morde womöglich in einem Zusammenhang?
Ausgerechnet jetzt geht es Carl Mørcks Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen an ihre Vergangenheit heimgesucht und kämpft mit aller Macht dagegen an. Somit stehen Carl, Assad und Gordon vor ihrer bisher größten Herausforderung und Roses schlechte Verfassung ist für alle  nur schwer erträglich.

Meine Meinung

Nachdem ich von dem Vorgänger "Verheißung" nicht ganz so angetan war, gefiel mir dieser Band wieder etwas besser. Auch wenn ich den Fall ein bisschen überzogen und unrealistisch fand, konnte er mich dennoch in seinen Bann ziehen und vor allem die Einblicke in Roses Vergangenheit fand ich sehr interessant und spannend. 

Der Täter bzw. die Täterin der Verkehrsmorde ist dem Leser von Anfang an bekannt. Somit spoilere ich nicht, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass ich die Sozialarbeiterin, die aus Hass auf ihre sozialschmarotzenden Klienten zur Serientäterin wird, doch etwas abwegig fand, vor allem in Anbetracht dessen, dass sie gerade gegen eine schwere Erkrankung zu kämpfen hat. Auch die drei Klientinnen fand ich mit ihrer Oberflächlichkeit etwas überspitzt dargestellt. Gibt es wirklich Leute, die sich selbst schwer verletzt im Krankenhaus noch darüber Gedanken machen, ob sie auch gut aussehen? 
Die anderen zwei Morde, bei denen die Opfer erschlagen wurden, klären sich nach und nach auf und hier war die Spannung etwas größer. 

Außerdem erfährt man in diesem Band endlich das Geheimnis um Roses Vergangenheit und den Grund für ihre psychischen Probleme. Dieser Teil hat mich persönlich besonders interessiert. Carl, Assad und auch Gordon zeigen sich hier besonders mitfühlend und menschlich und mir sind alle drei noch sympathischer geworden als sie es eh schon waren. Vor allem Gordon, den ich bisher eher farblos fand, mochte ich in diesem Buch sehr, auch wenn er weiterhin nur eine kleinere Rolle einnimmt. 

Das Buch hat wieder ein recht spektakuläres Ende, wie eigentlich jeder Band der Carl Mørck Reihe und insgesamt hat es mir gut gefallen. 

Auch der Sprecher Wolfram Koch hat wieder hervorragende Arbeit geleistet und das Buch wirklich toll vorgelesen. Inzwischen gehört er zu meinen absoluten Lieblingshörbuchsprechern. 

Bewertung

Alles in allem bewerte ich das Buch mit 4 von 5 Sternen, da es mir insgesamt gut gefallen hat, ich es nur an einigen Stellen ein wenig überzogen fand.







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