Sonntag, 19. März 2017

Rezension: "Solange du da bist" von Marc Levy

Titel: Solange du da bist
Autor: Marc Levy
Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag
Seitenzahl: 288 Seiten
Genre: Gegenwartsliteratur/ Liebesroman

Inhalt

Lauren, eine junge Assistenzärztin, hatte einen schweren Autounfall und liegt seitdem im Koma. Der Architekt Arthur bezieht ihre ehemalige Wohnung in San Francisco und dort begegnet ihm der Geist von Lauren. Seltsamerweise ist er der einzige Mensch, der Laurens Geist sehen und mit ihm kommunizieren kann. Am Anfang fällt es Arthur schwer Lauren bzw. ihrem Geist zu glauben und er hält die ganze Situation für einen schlechten Scherz. Doch dann beschließt er, ihr zu helfen und herauszufinden, warum Laurens Körper und ihr Geist voneinander getrennt sind und wie die beiden wieder zusammengeführt werden können. Er ist der Einzige, der noch an ihre Rückkehr ins Leben glaubt, nachdem die Ärzte sie schon aufgegeben haben. 

Meine Meinung

Die Idee der Geschichte fand ich sehr schön, allerdings hat mich das Buch nicht so ganz überzeugt. Was mir nicht so gut gefallen hat, war der Schreibstil. Ich fand es befremdlich, dass sich in den Dialogen ständig direkte und indirekte Rede miteinander abwechseln. Das stört, meiner Meinung nach, den Lesefluss. Außerdem sind die Dialoge oft extrem kitschig, wodurch sie für mich an Authentizität eingebüßt haben. 

Arthur fand ich als Charakter zu glatt, da immer wieder betont wurde, wie vernünftig und ausgeglichen er ist. Es fehlten irgendwie die Ecken und Kanten. Von Lauren erfährt man recht wenig. Allerdings hat mir die Nebenfigur des Polizisten George Pilguez, der im Verlauf der Geschichte noch eine wichtige Rolle einnimmt, sehr gut gefallen. Durch seine gute Intuition und sein Mitgefühl war er mir total sympathisch. Auch Arthurs Freund und Geschäftspartner Paul mochte ich sehr, da er für seinen Kumpel einiges riskiert und sich somit als wahrer Freund beweist. 

Die Liebesgeschichte zwischen Arthur und Lauren entwickelt sich für meinen Geschmack etwas schnell. Ganz plötzlich, fast aus dem Nichts, ist von Gefühlen und Liebe die Rede, ohne dass man es groß kommen sieht.

Das Ende der Geschichte fand ich schön und alles in allem hat mich das Buch mit einem gutem Gefühl zurück gelassen, auch wenn es mich nicht so richtig berührt hat. 

Lieblingszitate

"Das Glück erkennen, wenn es vor einem liegt, den Mut und die Entschlossenheit haben, es aufzuheben und in die Arme zu schließen... und es festzuhalten. Das ist die Intelligenz des Herzens. Verstand ohne Gefühl ist reine Logik, und das ist nichts Besonderes."

"Das Wagnis in der Liebe ist, die Schwächen des anderen ebenso zu lieben wie seine Stärken, beide gehören untrennbar zusammen."

"Mut ist, wenn sich einer im richtigen Augenblick für das Gute oder das Bessere entscheidet, ohne sich über die Konsequenzen Gedanken zu machen."

Für diesen etwas kitschigen, aber dennoch unterhaltsamen Liebesroman:

3 von 5 Sternen

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