Montag, 19. Dezember 2016

Rezension: "Der Weihnachtsabend" von Charles Dickens

Autor: Charles Dickens
Titel: Der Weihnachtsabend
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 224 (106 Seiten:"Der Weihnachtsabend", Rest: "Die Sylvesterglocken")
Genre: Klassiker

Inhalt

Ebenezer Scrooge ist ein unsympatischer, eigenbrödlerischer Geizkragen, der niemandem etwas gönnt, nicht mal sich selbst. Das Weihnachtsfest bedeutet ihm überhaupt nichts. Für ihn ist es ungenutzte Zeit, in der die meisten Leute nicht arbeiten und Arbeit und Geld, das sind die wichtigsten Dinge für ihn. Doch das soll sich ändern. In der Weihnachtsnacht sucht ihn zuerst der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Jakob Marley heim. Dieser verkündet ihm das Kommen drei weiterer Geister: dem Geist der vergangenen Weihnachten, dem Geist der heurigen Weihnachtsnacht und dem Geist der zukünftigen Weihnachten. Sie sollen ihm eine heilsame Lehre über sein Verhalten erteilen.

Meine Meinung

Jetzt in der Vorweihnachtszeit gibt es wohl keine passendere Geschichte als die des "Weihnachtsabends" von Charles Dickens. Und dieses Jahr habe ich sie endlich einmal selbst gelesen. Ich kannte sie zwar schon aus Hörspielen und Filmen, aber man muss sie einfach auch einmal im Original gelesen haben.
Da die Erzählung schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, ist die Sprache natürlich nicht ganz so einfach. Das hat mir leider auch ein bisschen den Spaß am Lesen genommen. Zusätzlich gab es bei meiner Ausgabe jede Menge Rechtschreibfehler, was meine Leselaune nicht gerade gebessert hat.
Aber: ich mochte den Witz, den die Erzählweise von Dickens hat sehr und die Botschaft des Buchs ist zweifellos auch ganz wunderbar. Sollten wir nicht alle ein bisschen darüber nachdenken, wie eigennützig wir oft handeln? Und ist es nicht viel wichtiger sich mit Menschen zu umgeben, die einen lieben, als haufenweise Geld anzusammeln?
Scrooge entwickelt sich im Buch von einem unsymphatischen Scheusal zu einem liebenswerten, netten Mann. Zugegeben, die Verwandlung geht etwas schnell von statten, aber vier Geister scheinen eben so ihre Wirkung zu haben. Auch die Nebenfiguren, wie Scrooge´s Gehilfe Bob Cratchit, dessen Sohn Tiny Tim oder Scrooge´s Neffe sind mir ans Herz gewachsen. Vor allem Letzterer, da er so hartnäckig geblieben ist und Scrooge immer wieder zum Weihnachtsfest bei seiner Familie eingeladen hat, obwohl dieser ihn ständig nur genervt abgewiesen hat.
Die Geschichte schafft es, ihren Charme zu versprühen und am Ende hat man ein Lächeln auf dem Gesicht und wünscht sich, dass es keine grantigen, geizigen Scrooge´s mehr auf der Welt gibt.

Alles in allem eine zauberhafte Geschichte, aber da ich mit der Sprache nicht so gut zurecht kam:

4 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Liebe Steffi!

    Ich habe die Geschichte auch noch nie gelesen, und werde mir das für Weihnachten 2017 fest vornehmen. :)
    Ich lese jedes Jahr in der Adventszeit "Wunder einer Winternacht", als kleine Leseempfehlung. :)

    Liebe Grüße,
    Kerstin

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    1. Oh danke für den Tipp, das Buch werde ich mir auf jeden Fall für nächstes Jahr vormerken. Liebe Grüße,
      Steffi

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