Freitag, 9. Dezember 2016

Rezension: "Das Paket" von Sebastian Fitzek

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Das Paket
Verlag: Droemer Verlag
Seitenzahl: 368
Genre: Psychothriller

Inhalt

Die 34-jährige Psychiaterin Emma Stein wurde nach einer Tagung in einem Hotelzimmer in Berlin vergewaltigt. Da ihr auch die Haare vom Kopf geschoren wurden, ist sie der Überzeugung, dass sie das dritte Opfer des sogenannten "Friseurs" ist. Dieser rasiert den Frauen, nachdem er sie misshandelt hat, die Haare ab und ermordet sie dann. Da sie als Einzige mit dem Leben davon kam, hat sie unheimliche Angst, dass er sie nochmal aufsuchen wird um seine Tat zu vollenden. Sie verlässt ihr Haus nicht mehr und bestellt sich alles, was sie zum Leben braucht, im Internet oder ihr Freund Philipp besorgt es für sie. Nur in den eigenen vier Wänden fühlt sich noch einigermaßen sicher. Bis der Postbote sie bittet, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen, dessen Namen sie noch nie gehört hat..

Meine Meinung

Leider war ich von dem Buch etwas enttäuscht. Da es so hochgelobt wurde und sogar den lovelybooks Leserpreis 2016 für "Bester Krimi & Thriller" bekommen hat, habe ich viel erwartet. Diese Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Ich fand die ganze Geschichte extrem konstruiert und sehr weit hergeholt. Klar ist das bei Thrillern oft der Fall, aber hier fand ich es schon echt übertrieben. Es kommen einfach zu viele seltsame Zufälle zusammen. Trotzdem war es, das muss ich zugeben, schon spannend. Man fragt sich die ganze Zeit: was ist real und was ist Emmas kranker Psyche zu verdanken? Das ist Fitzek gut gelungen. Allerdings war ich von seinem Schreibstil nicht so angetan. Aus irgendeinem Grund hat mich das Buch nicht richtig mitgerissen und ich bin nicht so hundertprozentig in den Lesefluss gekommen. Das hat mir zum Beispiel bei "Die Therapie" oder "Noah" deutlich besser gefallen.
Emma fand ich als Figur glaubwürdig und gut gelungen. Man konnte ihr die Zweifel sehr gut abnehmen und fiebert mit ihr mit. Die Nebenfiguren, wie Emmas Freund Philipp oder Konrad, Emmas Anwalt und guter Freund, bekommen den Raum, den sie brauchen und sind nicht sonderlich greifbar, was viel zu der Spannung beiträgt.
Die Aufmachung des Buchs gefällt mir, anders als scheinbar der breiten Masse, nicht so gut. Der Einband aus Karton, was ja eigentlich ganz raffiniert ist, wenn man den Titel des Buchs liest, bekommt vom Aufschlagen schnell weiße Knicke und ich habe ein bisschen Angst, dass er bald einreißt. Auch an den Kanten hat er bereits nach kurzer Zeit Gebrauchsspuren.
Die eigentliche Geschichte ist schon auf Seite 335 zu Ende und auf den restlichen Seiten wurden, anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von Fitzek als Autor, Leserbriefe abgedruckt. Das ist zwar ganz nett zu lesen, hätte, meiner Meinung nach, aber auch nicht unbedingt sein müssen.

Alles in allem war das Buch zwar spannend, hat mich aber nicht richtig überzeugen können. Ich fand es weder richtig gut, noch schlecht, daher gebe ich:

3 von 5 Sternen


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